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Businessplan

Businessplan: Der Aufbau

Der Businessplan beginnt mit der Executive Summary (Zusammenfassung). Auf ein bis zwei Seiten wird aufgezeigt, wie das Geschäft funktionieren soll. In erster Linie soll die Executive Summary das Interesse wecken, den restlichen Businessplan ausgiebig zu studieren. Dabei steht die Geschäftsidee im Mittelpunkt; ein Überblick über die wichtigen Aspekte wie Alleinstellungsmerkmal, Märkte, Konkurrenz, Kompetenz, Kapitalbedarf und prognostizierte Rendite sollte weiter enthalten sein.

Geschäftsidee

Der Businessplan geht nach der Executive Summary mit der Erklärung der Geschäftsidee weiter. Der Abschnitt sollte kurz gehalten werden, um dem Leser lediglich die Branche vorzustellen. Es sollte einen Einblick in die Unternehmensvision geben, die zeigt, welchen Zweck das Unternehmen auf dem Markt erfüllt. Dabei sollten Ziele konkret formuliert werden. Ziele sind nur dann konkret formuliert, wenn sie messbar sind, deshalb müssen konkrete Zahlen genannt werden.

Die Dienstleistungen oder Produkte werden im Weiteren beschrieben. Die Vorteile der Produkte und Dienstleistungen werden in den Vordergrund gestellt. Welchen Vorteil hat der Kunde, wenn er das jeweilige Produkt erwirbt? Verständlichkeit und Prägnanz werden vorausgesetzt und sind von entscheidender Bedeutung. Ein Vergleich mit der Konkurrenz stellt Vorteile immer gut dar: Das Produkt ist günstiger oder bietet einen Mehrwert. Weiter muss die Produktion erläutert werden: Neben dem Fertigungsverfahren sind auch die personellen und finanziellen Kapazitäten zu nennen.

Konkurrenzsituation

Das nächste Kapitel im Businessplan setzt sich mit der Konkurrenzsituation auseinander. In Form einer Marktanalyse wird gezeigt, wie viele Kunden sich für das Produkt oder die Dienstleistung finden lassen. Vom gesamten Markt wird der relevante Markt abgegrenzt und das Marktpotenzial bestimmt. Dieses Marktpotenzial wird erneut geteilt: Teilmärkte splitten die Zielgruppe der Übersicht halber. Demografische Merkmale helfen, in Teilmärkte zu splitten, beispielsweise: Alter, Einkommen und geografische Lage der Zielgruppe.

Daraus ergibt sich das Marktpotenzial: Wie viel Umsatz wird von der Branche im Gesamten erzielt? Welcher Anteil davon fällt aufs eigene Unternehmen (heute, in den nächsten fünf und zehn Jahren)? Für diese Klärung können die Zahlen vom Statistischen Bundesamt genutzt werden.

Die Wettbewerbsanalyse beinhaltet das Aufzeigen der Stärken und Schwächen. Wenn dieser Punkt beim Businessplan weggelassen wird, deutet das darauf hin, dass keine Marktkenntnisse oder kein Markt bestehen, deshalb sollten Mitbewerber so detailliert wie möglich untersucht werden. Aspekte sind: Umsatz, Größe, Wachstum, Marktanteil, Kostenposition, Produktlinien, Service und Vertriebskanäle.

Marketing und Vertrieb

In diesem Kapitel wird konkret erklärt, wie die Produkte verkauft werden. Das Konzept setzt sich zusammen aus Preis-, Vertriebs- und Kommunikationsstrategie. Zur Überzeugung möglicher Kapitalgeber macht man darauf aufmerksam, dass die Schlüsselpositionen mit hochkarätigen Menschen besetzt sind. Auch zur Organisation müssen einige Worte verloren werden: Kurze Infos zum Unternehmen, der Aufbau- und der Ablauforganisation reichen.

Auch die Rechtsform interessiert: Sie muss beschrieben werden; inklusive einer Aufsplittung, welcher Gesellschafter welche Anteile hält – und eine Gewerbeanmeldung ist beizulegen.

Finanzielles

Zu guter Letzt wird das Finanzielle im Businessplan angesprochen: Ein Projektplan wird mit Meilensteinen versehen, in denen dargestellt ist, wann welches Ziel erreicht wird. Die Kapitalgeber messen den Businessplan an diesen Meilensteinen, deshalb sollten sie realistisch sein. Es fließen ein: Produktions-, Personal-, Investitions-, Abschreibungsplan, Chancen und Risiken. Bei letztem gilt: Jedem Risiko sollte eine Maßnahme entgegengestellt werden. Ein Finanzplan bildet den Abschluss: Per Plan-Gewinn- und Verlustrechnung wird gezeigt, dass der Businessplan rentabel ist. Die Liquiditätsplanung wird begründet – und muss aus den vorigen Kapiteln schlüssig begründet werden können.

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