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Rechtsschutz

Statistiken belegen, dass in den letzten Jahren immer mehr Rechtsstreitigkeiten aus dem Alltag und Privatleben zu anwaltlichen und gerichtlichen Auseinandersetzungen führen. Nach deutschem Recht müssen bei einem Prozess die entstandenen Kosten durch die „Verlierer“ des Rechtsstreits getragen werden. Besonders langwierige, eventuell über mehrere Instanzen gehende Rechtsstreite sind mit immensen Kosten verbunden, und zwar auch dann, wenn der Kläger Recht bekommt, weil Anwalts- und Gerichtskosten bis zur endgültigen Entscheidung vorerst privat gestemmt werden müssen. Hier sorgt ein privater Rechtsschutz für Abhilfe und bietet allen Bürgern die Möglichkeit, ihr Recht – wenn nötig – auch vor Gericht durchsetzen zu können, ohne ein immenses finanzielles Risiko eingehen zu müssen.

Wie funktioniert der private Rechtsschutz?

Grundsätzlich kommt eine Rechtsschutz-Versicherung für alle anfallenden Kosten auf, die bei einem Rechtsstreit entstehen. Übernommen werden im Leistungsfall unter anderem Anwaltsgebühren, Sachverständigen-Honorare, Zeugengelder, Gerichtskosten sowie die Kosten des Gegners. Privater Rechtsschutz wird meist als umfangreiches Versicherungspaket angeboten, das alle Bereiche des Privatlebens abdeckt. Dazu gehören in der Regel Straf-, Schadensersatz-, Standes-, Vertrags-, Familien-, Arbeits-, Steuer-, Erbrechts-, Beratungs-, Sozialgerichts-, Disziplinar- sowie Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz.

Was ist wichtig beim privaten Rechtsschutz?

Vor Vertragsabschluss sollte man Leistungen der einzelnen Versicherer vergleichen. So bieten die Versicherungsgesellschaften häufig auch die Möglichkeit zur Mitabsicherung des Ehegatten und der Kinder gegen einen geringen Zusatzbeitrag an. Beiträge können auch gespart werden, indem eine Selbstbeteiligung vereinbart wird. Üblich sind hier 150 bis 250 Euro pro Rechtsschutzfall. Selbstbeteiligung bedeutet, dass der Versicherungsnehmer bis zum vereinbarten Betrag selbst für entstandene Kosten aufkommt. Erst darüber liegende Kosten werden durch den Versicherer übernommen. Ebenfalls wichtig ist eine passende Deckungssumme – ratsam sind mindestens 100.000 Euro.

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